Am Sportplatz 1, 03238 Lichterfeld
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17/18, 8. Spieltag: Lichterfeld – Walddrehna 2:1 (0:1)

Zähes Spiel, spät zurück gekommen und trotzdem gewonnen

Nach zuletzt zwei Auswärtsfahrten nach Sonnewalde und Mühlberg stand an diesem Wochenende das erste von nun drei aufeinanderfolgenden Heimspielen an. Dazu hatte man das Team vom SV Walddrehna 72 zu Gast. Das Spiel startete dabei denkbar unglücklich für unsere Blau-Weißen, denn bereits nach vier Minuten bekam man einen Handelfmeter gegen sich, den der Gast durch Martin Fizia sicher verwandelte. Bis zur Pause sollte diese Führung Bestand haben und nach dem Seitenwechsel hatte zunächst der Gast gute Möglichkeiten, um die Führung auszubauen. Diese wurden jedoch nicht genutzt und in der 76. Minute sah ein Spieler der Gäste durch Ball wegschlagen die gelb-rote Karte. Den damit verbundenen Freistoß drückte Stefan Richter über die Linie und in der Schlussminute setzte Martin Winkel in Überzahl sogar noch einen drauf und konnte den 2:1-Siegtreffer für unser Team erzielen, was den Sieg im Spitzenspiel bedeutete.

Schon vor Beginn der Begegnung zeigte ein Blick auf die Tabelle, dass ein enges Spiel zu erwarten sein würde – immerhin empfing der Tabellendritte den Tabellenvierten. Für Spannung war also gesorgt und so gingen beide Mannschaften hoch konzentriert in die Begegnung. Allerdings hatte Walddrehna den besseren Start und das nötige Glück zunächst auf ihrer Seite und so sprang bereits in der vierten Spielminute ein eigentlich harmloser Schuss unserem Abwehrspieler zunächst gegen den Körper und von da gegen die Hand. Es hieß also folgerichtig: Elfmeter. Diesen übernahm Martin Fizia und verwandelte auch, wobei Florian Schadock die richtige Ecke ahnte, den Ball jedoch nicht entscheidend ablenken konnte. Nach dieser Szene war in den Strafräumen beider Teams nicht mehr wirklich viel los. Die Begegnung spielte sich in der Folge vor allem im Mittelfeld ab. Gefahr brachten allenfalls einige Standardsituationen, jedoch konnte keine Mannschaften weitere zwingende Möglichkeiten erspielen und somit ging es folgerichtig mit 0:1 aus unserer Sicht in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel wollte Blau-Weiß nun deutlich druckvoller agieren und mehr Tempo in die eigenen Aktionen bringen. Dies gelang jedoch zunächst überhaupt nicht und man spielte nun viel zu fahrig und verkrampft, der Kopf wurde teilweise ausgeschalten, so hatte man den Eindruck. Der Gast nutzte diese Phase um sich die ein oder andere Chance zu erspielen – das Glück für unser Team war, dass selbst beste Möglichkeiten nicht genutzt wurden und entweder das Tor verfehlt wurde oder die Latte im Weg stand. Unsere Mannschaft fasste nun mehr und mehr Mut, wurde deutlich bissiger und arbeitete sich in dieses Spiel. In der 76. Minute war es schließlich der Walddrehnaer Rico Müller, der nach einer Freistoßentscheidung für unsere Mannschaft den Ball wegschlug – da er bereits verwarnt war, sah er dafür folgerichtig die Ampelkarte und sorgte dafür, dass Blau-Weiß die Schlussviertelstunde in Überzahl bestritt. Das Glück schien nun auch auf unserer Seite zu sein, denn den zugehörigen Freistoß brachte Dennis Pawlak gefährlich in den Strafraum wo ihn Stefan Richter mit dem Oberschenkel verlängern konnte und der Ball zum Ausgleich ins Tor sprang. Nun gab es ein Spiel mit offenem Visier auf beiden Seiten, der Keeper der Gäste konnte gleich zwei weitere Abschlüsse von Stefan Richter glänzend parieren und so dauerte es bis zur Schlussminute, bis die Entscheidung fiel. Wiederum Stefan Richter setzte sich auf außen durch, hat den Blick für den mitgelaufenen Martin Winkel, der vorm Tor noch seinen Gegenspieler aussteigen ließ und zum umjubelten 2:1 verwandelte. Der Jubel war groß und wurde noch größer, als die Nachspielzeit überstanden war und das Team sich tatsächlich noch die drei Punkte erarbeitet hatte.

Als Zuschauer sah man an diesem Wochenende sicherlich eines der schwächsten Spiele unserer Mannschaft in dieser Saison. Dass es trotzdem zum Sieg reichte, ist hierbei umso wichtiger. Nach zuletzt sechs ungeschlagenen Spielen in Folge, setzt sich die Mannschaft an der Tabellenspitze fest und ist für den Samstag sogar Tabellenführer. Da die Konkurrenz jedoch erst am Sonntag spielt, ist dies sicherlich nur ein kurzzeitiger Zustand, doch der Blick auf die Tabelle macht nun natürlich Lust auf mehr. Die Leistung sollte sich jedoch in den kommenden Wochen wieder steigern, um weiterhin erfolgreich zu bleiben.

 

Fotos und Videos von Julia Ksienrzyk und Stefanie Gronert

22. Oktober 2017